Körperstimmen

Ich arbeite mit dem Körper — mit seinen Zeichen, seinen Brüchen, seinen Bedeutungen. Was mich antreibt, kommt aus dem Nahen: Erlebtes, das zwischenmenschliche Theater, dazu Mythen, Märchen, Träume. Ich nehme diese Bilder auseinander und setze sie neu zusammen. Aus den Fragmenten werden sinnlich-poetische Wesen.

Meine Bildhauerei ist archaisch. Eine Figur entsteht im Dialog zwischen Material und Hand — der Stein, der Ton geben so viel vor wie ich. Die Natur ist und bleibt die Quelle.

„Der Künstler ist Spezialist auf dem Gebiet, das er für sich selber definiert. Er nimmt einen Klumpen Lehm, entreißt ihn der Schwerkraft. Es kommt zu einer physikalischen Verlängerung des Augenblicks."

— Tony Cragg